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Kolping Volkstanz- und
Trachtengtuppe Walderbach


Die Walderbacher Volkstanz- und Trachtengruppe wurde offiziell im Jahre 1982 gegründet. Sie ging als Volkstanzgruppe aus der Kolpingsfamilie Walderbach hervor. Der damalige Kolpingsvorsitzende Georg Niemeier, der diese Gruppe heute noch führt, hat sich dafür eingesetzt, dass die Volkstanz- und Trachtengruppe mit der bodenständigen Oberpfälzer Tracht ausgestattet wird.

Die Walderbacher Trachtengruppe ist dem Gauverband Oberpfalz und dem Oberpfälzer Volksliederkreis beigetreten und wirken somit in zwei verschiedenen Dachorganisationen mit.
Die Kolping Volkstanz- und Trachtengruppe setzt sich vorwiegend aus Ehepaaren zusammen und hat sich als Hauptaufgabe die Pflege von bodenständigem Brauchtum gestellt.

Dazu gehören vorwiegend:
Erlernen und Aufführen bodenständiger Tänze
Abhalten von Volkstanzkursen für die Allgemeinheit
Veranstaltung von Dorf- und Volkstumsabenden
Tragen der bodenständigen Tracht bei kirchlichen und weltlichen Anlässen
Pflege von alten Sitten und Bräuchen
Teilnahme an örtlichen und überörtlichen Brauchtumsveranstaltungen

Vor allem überörtlich ist die Walderbacher Volkstanz- und Trachtengruppe schon sehr oft in Erscheinung getreten, so zum Beispiel bei Nordgautagen, Gautrachtenfesten, auch bei Einladungen des Bezirksheimatpflegers wie Oberpfalzwochen, Donauausstellungen, des weiteren auch bei Veranstaltungen des Oberpfälzer Volksliederkreises und Oberpfälzer Kulturbundes.

Wegen ihrer besonderen Tracht hat ein Paar der Tanzgruppe an einer bayernweiten Landestrachtenschau des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege teilgenommen.
Mit ihrer schönen Tracht und ihren Volkstanzauftritten hat die Kolping Volkstanz- und Trachtengruppe vor allem überörtlich Beifall geerntet, so ist diese kleine aber aktive Trachtengruppe nicht nur für ihren Heimatort, sondern auch für das mittlere Regental ein guter Werbeträger.

Bei der Tracht handelt es sich um eine erneuerte Tracht, die nach der Konzeption des Bezirksheimatpflegers der Oberpfalz im Jahre 1982 aufgrund historischer (archivalischer und musealer) Quellen geschaffen worden ist. Die Frauentracht wurde nach einem kolorierten Stahlstich entwickelt, der "von G. Perleberg zusammengestellt, von C. v. Schellhorn gezeichnet und von Ph. Walther in Stahl gestochen ist" (vgl. "Die Oberpfalz" 1 (1906) 25) und um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sein dürfte. Die auf einem Blatt beigegebene offizielle Deutung des Bildes lautet: "Sieben in den Vordergrund gestellte Figuren überraschen uns mit der originellen Tracht verschiedener zum Appelationsgericht Amberg gehöriger Landgerichte", also zum heutigen Regierungsbezirk Oberpfalz gehörender Landkreise.

Die Originalbeschreibung dazu heißt:
"Die halb Schweizerische Tracht des Mädchens, ihre durchsichtige Florhaube, das rote Mieder und das grüne, kurze Röckchen passen recht hübsch zum grüngefütterten Rock und dem breiträndigen Hut ihres rüstigen Begleiters." (Die Oberpfälzer ebda.)

Die neue Walderbacher Frauentracht, bestehend aus rotem Mieder mit der charakteristischen V-Form-Verzierung auf dem Rücken, dem grünen Rock, der Schürze und der typischen Haube, wurde unter Berücksichtigung aller trachtenkundlichen Aspekte wie richtiger Stoff, richtiger Form, richtiger Verarbeitung, richtiger Funktionen etc. in der Trachtenwerkstätte Bogenhauser-Thoma in Riedering hergestellt, die Haube mit den plissierten Spitzen von Frau Fuchs der Firma Baier-Hüte in Amberg. Die Rückenform wurde auch auf der Vorderseite übernommen. Die Überjacke wurde nach einem Aquarell von Max Joseph Wagenbauer nachgearbeitet, wie sie im Oberen Bayerischen Wald von Bäuerinnen um 1800 getragen wurde.

Die Vorlagen für die Jacken, das Leibl und die Kniebund-Lederhose der Männertracht stammen aus diversen Oberpfälzer Heimatmuseen. Die Form der männlichen Bauerntracht unterscheidet sich regional nicht so stark, schon eher die typischen Farben braun, blau und grün beim Mantel oder Janker.Die Oberpfälzer Lederhose mit dem großen Latz wurde nach Angaben des Bezirksheimatpflegers von der Firma Pfeilschifter in Roding gefertigt, der breitkrempige Waldlerhut wurde neuentwickelt.

Die Frauen- wie die Männertracht der Kolping Volkstanz- und Trachtengruppe Walderbach bezeichnet der damalige Bezirksheimatpfleger Dr. Adolf Eichenseer als "eine der gelungensten und heute funktionstüchtigen erneuerten Oberpfälzer Trachten.